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Geschichte

Ganz Nordschleswig, folglich auch Sylt, musste sich nach dem Ende des 1. Weltkriegs im Zuge einer Volksabstimmung zwischen der Zugehörigkeit zu Dänemark oder Deutschland entscheiden. Die damals wahlberechtigten Sylter stimmten mit einer absoluten Mehrheit von 88 % für den Verbleib bei Deutschland. Dies freute die Deutschen natürlich, und so beschloss die damalige Reichsregierung trotz der finanziell angespannten Lage den Sylter ein Geschenk zu machen, was auch dem Festland dienlich sein sollte. Der einen Damm der die Insel mit dem Festland verbindet. Zwar waren die Sylter damals zunächst gar nicht so begeistert von dieser Idee, da die Verbindung mit dem Festland auch ein Näherbringen der dortige Probleme und gleichzeitig eine Beendigung des ruhigen, friesischen Insellebens bedeutete. Doch sie hatten keine Wahl, und so begann im Mai 1923 der Dammbau. Zunächst nur vom Festland, später dann auch von der Insel. Doch die verrichtete Arbeit sollte nicht lange halten, denn eine Sturmflut um August des Jahres 1923 sollte die bis dahin geschaffte Arbeit wieder fast vollständig zerstören. Dennoch blieb der Plan bestehen und so wurde der Damm Schritt für Schritt fertiggestellt.

Bereits ein Jahr später konnte die erste Feldbahn Menschen und Material über den Damm transportieren was zur damaligen Zeit ein großer Fortschritt war. Offiziell eingeweiht wurde der Damm am 01.06.1927 vom Reichspräsidenten Paul von Hindenburg. Dies war natürlich für die Sylter eine große Ehre und wurde mit einer entsprechenden Parade usw. gefeiert.

Insgesamt hatte der Dammbau die Reichsregierung 25 Mio Rentenmark gekostet.

In der Zeit des Nationalsozialismus war Sylt schwer aufgerüstet mit Bunkern und Stellungen welche in der Lage waren Schiffe auf hoher See zu beschießen. Des weiteren wurde militärische Flugstellungen errichtet die z.B. für Wasserflugzeuge dienten. Die gesamte Insel wurde mit Flagbatterien ausgestattet, die Eisenbahnlinie in eine Nachschublinie umgewandelt.

Die militärischen Stellungen aus dieser Zeit sind z.T. noch heutige auf der Insel zu sehen und viele davon auch zu besichtigen. So ist z.B. eines der bekanntesten Cafés der Insel auf dem Gelände eines ehemaligen Bunkers errichtet worden.

Im Vergleich zu den anderen Nordseeinsel hat keine so unter den Weltkriegen zu leiden gehabt wie die Insel Sylt.